Karls Erlebnis-Dorf Oberhausen: Erdbeeren, Tregger und eine Disco-Toilette

Karls Erlebnis-Dorf Oberhausen. Ein Ort, an dem Erdbeeren offenbar nicht einfach nur Erdbeeren sein dürfen. Sie werden zu Kuchen, Brause, Cola, Marmelade, Eis und offenbar auch zu einem Döner verarbeitet. Ja, richtig gelesen: Erdbeer-Döner. Da mussten Sharky und Schneggi jetzt, einige Wochen nach der Eröffnung, natürlich hin.

Für Sharky war Karls dabei gar nicht komplett unbekannt. Allerdings kannte er Karls bisher nur von Rügen und irgendwo bei Lübeck, nicht aber das Karls Erlebnis-Dorf Oberhausen (Logisch, ist ja noch nicht allzulange eröffnet). Schneggi hingegen hatte bis zu diesem Besuch noch überhaupt kein Karls-Erlebnis-Dorf von innen gesehen.

Oberhausen war für uns also quasi der gemeinsame Karls-Erstkontakt. Für Sharky war es spannend zu sehen, wie sich das Karls-Erlebnis ohne Strand mitten im Ruhgebiet so präsentiert.

Also machten wir uns auf den Weg nach Oberhausen. Und natürlich wollten wir nicht nur durch den Eingang laufen, drei Erdbeerprodukte kaufen und wieder verschwinden. Wir wollten uns das komplette Erlebnis geben.

Und dabei gab es durchaus einige Überraschungen.

Karls Erlebnis-Dorf Oberhausen

Schon bei der Ankunft beim Karls Erlebnis-Dorf Oberhausen quasi direkt neben dem Centro Oberhausen fiel uns etwas auf, das in verschiedenen Medienberichten rund um Karls durchaus Thema war: Wir wurden nicht kontrolliert.

Keine Taschenkontrolle. Niemand wollte wissen, ob Sharky zufällig eine Erdbeermarmelade von zuhause eingeschmuggelt hatte.

Und ganz ehrlich: Wir finden das völlig in Ordnung.

Natürlich kann man darüber diskutieren, ob Taschenkontrollen sinnvoll sind oder nicht. Aber wenn ein Unternehmen irgendwann entscheidet, die Taschen seiner Besucher zu kontrollieren, ist das für uns auch kein Weltuntergang. Karls ist schließlich kein Wohltätigkeitsverein, sondern ein Unternehmen, das seine Produkte verkaufen möchte auch wenn laut Pressestimmen viele Besucher anderer Meinung sind.

Bei unserem Besuch gab es jedenfalls keine Taschenkontrolle und damit war das Thema für uns auch erledigt. Also rein ins Erlebnis-Dorf.

Die Merchandise-Scheune

Unser erster größerer Stopp war die Merchandise-Scheune. Und mit „größer“ meinen wir wirklich groß.

Hier gibt es gefühlt alles, was man irgendwie mit Karls, Erdbeeren oder dem typischen Karls-Look versehen kann. Kleidung, Souvenirs, Spielzeug, Deko und natürlich jede Menge Zeug, bei dem man sich fragt:

„Brauchen wir das?“

Die Antwort von Schneggi war relativ eindeutig:

Ja. Auf dem Nachhauseweg.

Also haben wir erstmal nur geguckt. Viel geguckt. Aber nichts gekauft.

Das sollte sich später allerdings noch ändern.

Unser erster Schnellrundgang

Nachdem wir uns einen ersten Überblick verschafft hatten, ging es einmal quer durch das Erlebnis-Dorf.

Und genau dafür ist so ein erster Rundgang auch ziemlich praktisch: Man bekommt erstmal ein Gefühl dafür, wo was ist und was man sich später noch genauer anschauen möchte. Man hätte sich auch direkt am Eingang einen Plan mitnehmen können, aber wozu, wenn man alles auf eigene Faust erkunden kann.

Denn Karls ist nicht einfach nur ein großer Shop mit Erdbeerprodukten. Hier gibt es Fahrgeschäfte, Essen, kleine Spiele, Erlebnisbereiche, Souvenirs und jede Menge Dinge, bei denen man schon beim Vorbeigehen denkt:

„Oh. Guck mal da!“

Wobei wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten, dass uns unter anderem eine Toilette mit eigener Disco-Beleuchtung erwarten würde. Aber dazu später.

Der ganze Park war bereits in Teilzeit im Halloween-Herbst-Modus, es gab Unmengen an Kürbissen, Figuren aus Kürbissen und bereits eine Ankündigung für die Gruselscheune, die um Halloween im Karls Erlebnis-Dorf Oberhausen eröffnet werden soll.

Currywurst und Pommes: Essen in Karls Erlebnis-Dorf

Nach dem ersten Rundgang kam eine wichtige Frage:

Was essen wir?

Denn auch Sharky und Schneggi können nicht ausschließlich von Erdbeerduft und guter Laune leben. Unsere Wahl fiel auf Currywurst und Pommes. Klassisch. Solide. Funktioniert. Unterschiedliche Saucen, natürlich Getränke, sehr leckere Pommes die optisch noch fast an Kartoffeln erinnern. Die Currywurst mit Saucen und Pommes ist auf jeden Fall sehr gut gelungen und zu empfehlen. Dazu das Ambiente auf dem Hof und in der Scheune hat schon was (selbstverständlich gibt es auch dort Merchandise, wie an jeder anderen Ecke des Parks auch)

Aber natürlich ist die Currywurst (theoretisch sogar mit Curry-Erdbeersauce, war aber leider ausverkauft) nicht das einzige kulinarische Abenteuer, das Karls zu bieten hat. Denn wer bei Karls unterwegs ist, kommt an den ganzen Erdbeer-Kreationen kaum vorbei.

Erdbeerkuchen? Klar.

Erdbeereis? Natürlich.

Erdbeermilch? Logisch.

Erdbeerbrause? Selbstverständlich.

Erdbeercola? Warum auch nicht.

Und dann gibt es Dinge, bei denen Sharky erstmal kurz stehen bleibt und überlegt, ob er richtig gelesen hat.

Erdbeer-Döner.

Ja.

Erdbeer.

Döner.

Wir haben ihn bei diesem Besuch allerdings noch nicht probiert. Das bedeutet aber nicht, dass wir ihn vergessen haben. Ganz im Gegenteil.

Der steht für unseren nächsten Besuch ziemlich weit oben auf der Liste.

Wie funktioniert das Bezahlen bei den Fahrgeschäften?

Bevor wir mit den Fahrgeschäften weitermachen, vielleicht noch eine wichtige Info für alle, die – so wie wir – nicht jeden Tag in einem Karls Erlebnis-Dorf unterwegs sind:

Bei Karls gibt es keinen klassischen Eintrittspreis.

Das bedeutet allerdings auch: Die Fahrgeschäfte sind nicht einfach kostenlos nutzbar, sondern werden pro Fahrt und pro Person bezahlt. Wer also zu zweit auf eine Attraktion möchte, zahlt entsprechend auch für zwei Personen.

Bezahlt werden kann dabei direkt am jeweiligen Fahrgeschäft per Karte. Alternativ gibt es am Eingang auf Wunsch eine Guthabenkarte, die man vorher aufladen kann und mit der anschließend die einzelnen Fahrten bezahlt.

Das fanden wir grundsätzlich ziemlich unkompliziert. Man bezahlt eben nur das, was man tatsächlich nutzt, anstatt einen pauschalen Eintritt zu zahlen und anschließend vielleicht für zehn Fahrgeschäfte indirekt zu bezahlen, die man überhaupt nicht fährt.

Alternativ gibt es im Karls Erlebnis-Dorf Oberhausen die Möglichkeit Tagestickets zu buchen, was sich durchaus lohnen kann, wenn man jedes Fahrgeschäft nutzen möchte. Die Preise für das Tagesticket variieren wie in großen Freizeitparks und Zoos je nach Auslastung und können im Vorwege online eingesehen werden.

Man sollte das bei der Planung des Besuchs aber definitiv im Hinterkopf behalten:

„Eintritt frei“ bedeutet bei Karls eben nicht automatisch „alles kostenlos“.

Mit der Eisenbahn durch Karls

Nach dem Essen ging es für uns weiter mit einer kleinen Runde Eisenbahn, die „LPG Rote Rübe“.

Also Karte bereit und los. Während draußen das Erlebnis-Dorf, in dem es sogar einen kleinen Streichelzoo mit Ziegen gibt, vorbeizieht, kann man sich wunderbar einen Überblick verschaffen und gleichzeitig ein bisschen die Füße ausruhen. Wobei „ausruhen“ bei Karls vielleicht das falsche Wort ist.

Denn spätestens beim nächsten Blick nach links oder rechts entdeckt man wieder irgendetwas, das man sich eigentlich noch anschauen wollte.

Spiele, Karls-Taler und jede Menge Zeug

Bei Karls gibt es nicht nur Fahrgeschäfte. Überall finden sich kleine Spiele und Möglichkeiten, Karls-Taler zu sammeln beziehungsweise einzusetzen. Und genau solche Kleinigkeiten machen einen Besuch irgendwie aus.

Man läuft nicht einfach nur von A nach B, sondern bleibt immer wieder stehen. Hier kurz gucken. Da etwas ausprobieren. Dort überlegen, was das eigentlich soll. Und dann natürlich:

Die Disco-Toiletten

Ja.

Die Disco-Toiletten.

Wir haben uns diese Bezeichnung nicht ausgedacht, weil uns beim Toilettengang plötzlich die Fantasie durchgegangen ist. Da ist tatsächlich Disco. Licht. Musik. Toilette. Eine Kombination, von der wir bis zu diesem Besuch nicht wussten, dass man sie braucht.

Aber jetzt wissen wir es. Schneggis Geschmack hat es nicht getroffen, Sharky fand es witzig… Dafür kann Schneggi sich königlich über sämtliche Maskottchen in Karls Erlebnis-Dorf freuen, sei es Hummi (Hummel), Karla (Erdbeere) oder Poggi (Frosch), Sharky musste intervenieren, damit nicht sämtliches Merchandise jedes einzelnen Maskottchens gekauft wurde (Solltet Ihr Karls Erdbeer-Dorf Oberhausen mit Kindern oder „kindgebliebenen“ Partnern besucht, erarbeitet euch vorher ein Repertoire mit unterschiedlichsten Formen von „Nein“, „Braucht kein Mensch“ und „Wo sollen wir damit noch hin“.

Wer bei Karls auf die Toilette geht, kann also unter Umständen nicht nur seine Blase erleichtern, sondern bekommt gleich noch ein kleines Unterhaltungsprogramm dazu. Ganz ehrlich: Wo gibt es bitte Disco-Toiletten?

Erdbeerkuchen – jetzt wird’s gefährlich

Nach all den Attraktionen musste natürlich irgendwann wieder etwas Erdbeeriges her. Und was wäre Karls ohne Erdbeerkuchen? Also haben wir uns ein Stück gegönnt.

Und warum sollte man auch nicht?

Wenn man schon in einem Erlebnis-Dorf ist, das praktisch auf Erdbeeren aufgebaut wurde, dann darf man sich schließlich auch einmal komplett darauf einlassen.

„Oh, guck mal! Tregger!“

Und dann kam der Moment, in dem Schneggi vermutlich ungefähr so klang:

„Oh, guck mal! Tregger!“

Wer Schneggi kennt, weiß: An Fahrzeugen kommt man auch im Karls Erlebnis-Dorf nicht unbedingt einfach vorbei. Also wurde natürlich genauer hingeschaut. Und irgendwann war klar:

Wir müssen das ausprobieren.

Schneggi wurde kurz motiviert, da das ja nur Kindern vorbehalten sei und ab zum Tregger, bezahlen und rein.

Sharky saß dabei ganz entspannt hinten und überließ Schneggi das Steuer. Und Schneggi? Die hat sich gefreut wie eine Schneekönigin während ihr dreijähriges Ich den Tregger steuerte.

Manchmal braucht es eben gar nicht viel, um Schneggi glücklich zu machen: ein Tregger, ein Lenkrad und freie Fahrt. Der Tregger ist dabei genau die Art von Erlebnis, die man bei einem Besuch vielleicht nicht unbedingt auf dem Zettel hat und dann plötzlich richtig Spaß macht. Man kann hier sogar ein Fahrtfoto kaufen (was wir auch gemacht haben), ABER: Die Qualität des Bildes erinnert an die Fahrgeschäftsfotos Anfang der 90er, für fünf Euro könnte man bei den heutigen technischen Möglichkeiten definitiv mehr erwarten als ein pixeliges, extrem schlecht belichtetes Bild (Es ist dunkel, es war strahlender Sonnenschein).

Und natürlich musste Schneggi fahren. Sharky kennt seine Schneggi schließlich gut genug.

Bumper Cars

Als Nächstes ging es zu den Bumper Cars im Karls Erlebnis-Dorf Oberhausen. Und seien wir ehrlich:

Für Bumper Cars braucht man keine große Erklärung. Einsteigen. Anschnallen. Gas geben.

Und versuchen, den anderen möglichst elegant aus dem Weg zu räumen wenn man es schafft mit dem ufo-ähnlichem Fahrzeug klarzukommen. Was bei uns natürlich ausschließlich aus wissenschaftlichen Gründen passiert ist. Wir wollten schließlich herausfinden, wie gut das Fahrverhalten der Fahrzeuge ist.

Reine Forschung.

Ganz seriös.

Ein Eis darf natürlich nicht fehlen

Nach so viel Erlebnis musste im Karls Erlebnis-Dorf Oberhausen natürlich noch ein Eis her. Und hier kommen wir zu einem Punkt, bei dem wir leider sagen müssen:

Das war nicht besonders schön.

Nicht wegen des Eises selbst, das war zwar nicht dolle, aber dazu gleich mehr. Das Problem war die Bedienung. Wir standen ewig an. Und zwar nicht im Sinne von „ein bisschen länger als erwartet“, sondern so lange, dass man irgendwann anfängt, sich zu fragen, ob man zwischenzeitlich einen Antrag auf Eis gestellt hat.

Es ist ja nicht so, dass man das Erdbeereis nicht theoretisch an jeder Bude kriegen könnte, leider war es überall um bereits 16 Uhr AUSVERKAUFT! Also blieb genau dieser eine Eisstand.

Die Bedienung wirkte leider völlig überfordert. Irgendwann hatten wir es dann tatsächlich geschafft.

Erdbeer-Stracciatella und Erdbeermilch. Klingt erstmal ziemlich gut.

Und wahrscheinlich wäre es das auch gewesen. Leider bestand die Erdbeermilch und auch die Erdbeer-Stracciatella bei unserem Besuch gefühlt hauptsächlich aus Eiskristallen.

So hatten wir uns das nun wirklich nicht vorgestellt. Schade. Denn geschmacklich hätte das Ganze durchaus lecker sein können.

Wir wollen deshalb auch gar nicht behaupten, dass das Eis grundsätzlich schlecht ist. Unser Erlebnis an diesem Tag war einfach durch die lange Wartezeit und die Konsistenz ziemlich verhagelt. Und davon mal abgesehen, ließ die Sauberkeit des Standes und der Umgang mit der Lebensmittelschutzverordnung (Eis, das bereits irrtümlich in einem Kundeneisbecher gelandet war, wurde wieder in die Auslage zurückgepackt) definitiv zu wünschen übrig.

Shoppen zum Abschluss

Zum Schluss ging es im Karls Erlebnis-Dorf Oberhausen natürlich noch einmal in Richtung Shop, freiwillig oder nicht, jeder Besucher muss dadurch um den Ausgang von Karls Erlebnis-Dorf Oberhausen zu erreichen. Und diesmal blieb es nicht beim Gucken. Erdbeerbrause musste mit. Erdbeercola ebenfalls. Und dann entdeckten wir noch eine Erdbeermarmelade mit einem äußerst dezenten Aufdruck:

„Ich liebe dich“

Dezent ist vielleicht nicht unbedingt das erste Wort, das uns dazu einfällt. Aber irgendwie ist es schon wieder so kitschig, dass es funktioniert. Beim Bezahlen dann die nächste kleine Besonderheit:

Bezahlt wurde im Karls Erlebnis-Dorf Oberhausen nur mit Karte (Oder wenn man sich die vorher besorgt hat, eingangsbeschriebene Prepaid-Karte). Für uns kein Problem. Und so konnten wir unsere Erdbeer-Beute schließlich einpacken und den Besuch langsam ausklingen lassen.

Unser Fazit zu Karls Erlebnis-Dorf Oberhausen

Hat uns Karls Erlebnis-Dorf Oberhausen gefallen?

Ja.

Und zwar genug, dass wir definitiv wiederkommen werden. Es ist eine Mischung aus Erlebnispark, Freizeitpark, riesigem Shop, Gastronomie und Erdbeer-Wahnsinn. Für schlechtes Wetter ist der Park nur bedingt geeignet, da würden wir euch eher was drinnen, beispielsweise die Game Box Duisburg oder Gamer Düsseldorf empfehlen.

Man kann aber im Karls Erlebnis-Dorf Oberhausen Fahrgeschäfte ausprobieren, essen, spielen, einkaufen oder einfach durch die Gegend laufen und schauen, was es alles gibt. Natürlich war bei unserem Besuch nicht alles perfekt. Das Eis-Erlebnis war wegen der völlig überforderten Bedienung und der langen Wartezeit eher Kategorie: „Das hätten wir uns auch sparen können.“ Aber das ändert nichts daran, dass wir insgesamt eine gute Zeit hatten.

Und wir haben noch etwas offen.

Den Erdbeer-Döner.

Denn wenn man schon einmal bei Karls war und tatsächlich KEINEN Erdbeer-Döner vor der Nase hatte, kann man ja schlecht beim nächsten Mal wieder kneifen. Also:

Karls Erlebnis-Dorf Oberhausen, wir kommen wieder.

Und dann wird der Erdbeer-Döner probiert. Und falls Ihr eine etwas weitere Anreise habt, guckt hier in unsere NH Hotel Oberhausen Bewertung, ist nicht weit vom Karls Erdbeer Dorf entfernt.

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