Manchmal beginnt ein Ausflug ganz unspektakulär: Mit der Bahn nach Bochum, ein kleiner Spaziergang durch die Innenstadt, von der wir positiv überrascht waren – und schon steht man vor einem großen Schild im Jurassic-Park-Stil. Aus der Entfernung hört man bereits die ersten Vögel. Willkommen im Papageienpark Bochum!

Direkt gegenüber vom Papageienpark Bochum befindet sich übrigens ein Gebäude, das mit seinem vielen Stacheldraht eher nach Hochsicherheitstrakt als nach Papageienparadies aussieht. Wir waren allerdings eindeutig wegen der gefiederten Bewohner hier. Und die machten schon von Weitem ziemlich lautstark auf sich aufmerksam.


Papageienpark Bochum: Große Volieren und viele Vogelarten
Der Papageienpark Bochum ist nicht einfach nur ein Geschäft für Tierbedarf. Rund um die großzügigen Volieren lassen sich zahlreiche verschiedene Papageienarten und Sittiche entdecken. Große Aras und Kakadus gehören ebenso dazu wie kleinere Papageienarten und Nymphensittiche.
Schon beim ersten Rundgang gibt es deshalb einiges zu sehen. Besonders Schneggi war allerdings ziemlich schnell auf eine bestimmte Vogelgruppe fixiert: die Kakadus.



Schneggi war hin und weg. Sharky auch.
Während Sharky noch versuchte, die verschiedenen Papageienarten auseinanderzuhalten, hätte Schneggi wahrscheinlich am liebsten direkt einen der Kakadus eingepackt. Das war also schon einmal ein ziemlich eindeutiger Favorit.


Zum Papageienpark Bochum gehört außerdem ein großer Zubehörshop, eine Auffangstation, Gnadenbrot für alte und kranke Tiere und auch ein Papageienhotel. Vor allem für Menschen, die selbst Papageien oder Sittiche halten, gibt es hier jede Menge Futter, Spielzeug und Zubehör zu entdecken. Auch wir haben uns natürlich ausgiebig umgesehen.
Nach der ausführlichen Erkundung der Volieren und des Shops ging es schließlich zum eigentlichen Highlight unseres Besuchs.


Das Café im Papageienpark Bochum
Um in der Freiflugvoliere gemeinsam mit den Vögel einen Kaffee zu trinken, ist eine Onlinereservierung nötig. Gemeinsam mit einigen anderen Besuchern stellten wir uns zunächst in die Schlange und bekamen unsere Verzehrgutscheine, pro Person 15 Euro „Eintritt“. Danach ging es ins Papageien Café.
Laut Angaben der Inhaberin, werden von den Geldern die Tierarztkosten, der Unterhalt der Volieren usw. finanziert. Zudem erhält man dafür quasi auch noch ein Getränk der Wahl und ein Stück Kuchen, also für uns absolut in Ordnung.
Nochmals eine kurze Sicherheitseinweisung, die wir jedoch schon mit der Buchungsbestätigung bekommen hatten. Es sind schließlich Tiere und so ein Papagei ist halt von Natur aus neugierig, dass macht sie auch so lustig. Schmuck, Piercings und andere glänzende Dinge können für Papageien ziemlich interessant sein und sollten deshalb draußen bleiben. Sharky hatte seine Tunnel natürlich extra aus den Ohren genommen und Schneggi war vorsorglich komplett schmucklos unterwegs.
Auf in die Sicherheitsschleuse, dort wurden wir von sehr nettem Personal begrüßt und auf den Kontakt mit den frei fliegenden Papageien vorbereitet. Auf den Fußboden achten, keine menschlichen Lebensmittel füttern (dafür hatten wir selbstverständlich eine Futtertüte für 1 Euro gekauft), kuscheln solange der Vogel es genießt ist ausdrücklich erlaubt.
Besonders wichtig: Keine glitzernden Gegenstände!
Wir waren also vorbereitet.
Dann ging es hinein – und plötzlich waren wir mitten im Papageien-Erlebnis.
Überall flatterte und zwitscherte es. Vögel saßen auf Tischen, auf Ästen über unseren Köpfen und liefen teilweise einfach am Boden herum. Nach einem kurzen staunenden Rundgang ging es zunächst an die Kaffee- und Kuchenausgabe.



Kaffee und Kuchen mit gefiederten Gästen
Mit unseren Gutscheinen bestellten wir eine Cola und ein Stück Kuchen. Der Kuchen kam in einer Tupperdose daher – was am Anfang etwas komisch wirkt hat sich schnell als sehr kluge Papageienabwehr herausgestellt. Wir waren vom Angebot positiv überrascht, Bockwurst und Frikadelle, Kaffee & Kuchen und Softgetränke – für jeden etwas. Wir haben uns bei unserem Besuch nicht getraut die frisch gebackenen Waffeln zu bestellen, bei den Papageien ein absolutes Highlight und kann nur unter Protest der gefiederten Bewohner gegessen werden 🙂
Denn kaum hatten wir uns an unseren Tisch gesetzt, hatten wir auch schon neue Freunde. Auf dem Boden, auf den Tischen und rund um uns herum schauten die Papageien ganz genau, ob wir nicht vielleicht ein Stück Kuchen übrig hätten. Die Vögel waren offensichtlich sehr interessiert daran, was wir da so auf unseren Tellern hatten. An ein ruhiges Kaffeetrinken war jedenfalls nicht zu denken. Aber genau dafür waren wir schließlich hier!
Das Papageien Café Bochum ist eben kein gewöhnliches Café, in dem man seine Ruhe haben möchte. Hier sitzt man mitten zwischen den Vögeln und erlebt die Tiere aus nächster Nähe. Sie flattern über den Tisch, laufen am Boden herum oder beobachten neugierig, was die Menschen so treiben.
Und genau das macht den Besuch zu einem besonderen Erlebnis.
Für Schneggi war es sowieso ein absolutes Highlight. Die Kakadus hatten es ihr bereits bei unserem Rundgang angetan und auch im Café war die Begeisterung unübersehbar. Schneggi war schlicht und einfach hin und weg.



Unsere Papageienpark-Bochum-Erfahrung
Unsere persönliche Papageienpark-Bochum-Erfahrung fällt deshalb insgesamt sehr positiv aus. Besonders das Papageien Café ist ein Erlebnis, das man nicht jeden Tag bekommt. Wer Papageien mag, bekommt hier nicht nur die Möglichkeit, die Tiere hinter einer Voliere zu beobachten, sondern kann sie aus nächster Nähe erleben.
Auch die vielen verschiedenen Papageienarten und Sittiche machen den Rundgang interessant. Dazu kommt der große Zubehörshop, der vor allem für Halter eigener Vögel interessant sein dürfte.
Ganz ohne Kritik kommen wir allerdings nicht davon.
Die sanitären Anlagen waren bei unserem Besuch definitiv ein Schwachpunkt. Nach Aussage des Parks soll ein Handwerker trotz Vorauszahlung seine Arbeiten nicht ausgeführt haben. Das mag die Situation erklären, ändert aber natürlich nichts daran, dass die Toiletten für Besucher eines solchen Ausflugsziels besser sein dürften. Uralt und abgerockt trifft es am ehesten.



Beim Kuchen sehen wir es etwas entspannter. Ja, es war Tiefkühlkuchen beziehungsweise Torte aus der Tupperdose und keine frisch gebackene Konditorei-Kreation. Aber der Papageienpark Bochum ist nun einmal in erster Linie wegen seiner Vögel interessant und nicht wegen eines ausgefallenen Kuchenangebots.
Und genau deshalb bleibt bei uns vor allem das eigentliche Erlebnis hängen: die vielen bunten Papageien, die großzügigen Volieren und natürlich das Gefühl, mitten zwischen den Tieren Kaffee zu trinken.
Fazit: Lohnt sich der Papageienpark Bochum?
Unsere Bewertung: Ja, definitiv!
Der Papageienpark Bochum war für uns ein tolles und vor allem ungewöhnliches Ausflugsziel. Besonders das Papageien Café hat uns gefallen. Wer Papageien und andere Vögel mag, sollte sich das Erlebnis unserer Meinung nach nicht entgehen lassen. Mit 15 Euro pro Nase (wovon man 7,50 Euro als Verzehrgutschein quasi zurückerhält) ist es auch finanziell durchaus im Rahmen.
Für Schneggi war der Besuch sowieso ein voller Erfolg. Die rosafarbenen Kakadus haben es ihr ganz besonders angetan – und Sharky ist ziemlich sicher, dass sie beim nächsten Bochum-Besuch ganz zufällig wieder in Richtung Papageienpark laufen würde. Solltet ihr von weiter wegkommen, würde sich aufgrund der Nähe beispielsweise das Ibis Hotel Essen Hauptbahnhof (was inzwischen ein B&B Hotel geworden ist) anbieten. Ihr habt Bock auf etwas mehr Action? Dann schaut euch doch auch unseren Erfahrungsbericht zu Karls Erlebnis Dorf in Oberhausen an 🙂
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